Bis eben noch sicher und geborgen beginnt der Weg ins Leben für das Neugeborene mit seinem ersten Trauma. Unvorstellbar groß sind die Kräfte, die während der Geburt auf das Neugeborene einwirken. Schädelknochen verbiegen und verschieben sich im engen Geburtskanal. Alle Gewebe werden so starkem Druck ausgesetzt, dass sogar das Köpfchen zeitweilig eine andere Form annimmt.
Aus diesem Grund hat die Natur dem Gewebe eine hohe Flexibilität geschenkt. Wird die Schwelle der Strapazierfähigkeit der Gewebe jedoch überschritten, können schwerwiegende Folgen für das Neugeborene auftreten. Viele dieser Folgen erkennen wir bereits direkt nach der Geburt. Einseitige Haltungen des Kindes, vermehrtes Schreien, schwaches Saugen und Schlucken, Verdauungsstörungen und vieles mehr können auf ein Geburtstrauma hinweisen.
Andere Störungen bleiben zunächst im Verborgenen. Diese äußern sich erst im Laufe der Zeit. Eine verzögerte motorische Entwicklung, Seh- und Hörstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Wirbelsäulenverkrümmungen, Asymmetrien etc. sind häufige Folgen von nicht behandelten Geburtstraumen.
„Das wächst sich schon wieder hin!“- ist einer der größten kursierenden Irrtümer und verheerend für die Entwicklung Ihres Kindes! Mit den genauen Kenntnissen der Anatomie und sanften Techniken der Osteopathie (insbesondere der Craniosacralen Therapie) kann ich diese Symptome in meiner Praxis bereits nach 1 – 3 Behandlungen erfolgreich aufheben oder zumindest lindern. Komprimierte Strukturen werden befreit und erhöhte Spannungen gelöst. Primäres Ziel ist dabei nicht die optische Korrektur. Vielmehr wird dem Gewebe die Beweglichkeit wiedergegeben, welche es benötigt, um auf äußere Reize angemessen reagieren zu können.
Da die meisten Störungen vom Laien nicht erkannt werden, empfehle ich auch bei unauffälligen Kindern eine vorbeugende Untersuchung. Im Idealfall sollte diese unmittelbar nach der Geburt erfolgen. Aber auch in jedem anderen Alter.